Tag 3 - Loch lomond: das tor zu den highlands
Je näher wir Glasgow kamen, desto deutlicher wurde der Unterschied zu den ruhigen Landstraßen der vergangenen Stunden. Dichter Verkehr, mehrere Baustellen und dazu noch einige Unfälle sorgten dafür, dass die Navigation zunehmend kreativ werden musste. Statt entspannt über die geplante Route zu rollen, fanden wir uns plötzlich auf einer durchaus abenteuerlichen Umfahrung wieder.
Mal ging es durch Wohngebiete, dann wieder über schmale Verbindungsstraßen, vorbei an Kreisverkehren, Industriegebieten und kleinen Ortschaften. Nicht immer waren wir uns sicher, ob dies wirklich die beste Route war – aber am Ende funktionierte sie erstaunlich gut. Und genau solche ungeplanten Momente gehören schließlich zu jeder Wohnmobilreise dazu.
Kurz vor Alexandria fiel uns dann auf, dass wir beim Einkauf am Morgen doch noch ein paar Kleinigkeiten vergessen hatten. Also wurde kurzerhand noch einmal ein Supermarkt angesteuert, bevor wir die letzten Kilometer zum Campingplatz in Angriff nahmen.
Unser Zuhause für heute war der wunderschön gelegene Lomond Woods Holiday Park. Der mehrfach ausgezeichnete Ferien- und Campingpark liegt nur wenige Gehminuten vom Ufer des Loch Lomond entfernt und bildet ein perfektes Tor zum Loch Lomond and The Trossachs National Park. Eingebettet zwischen Wäldern, sanften Hügeln und dem größten See Großbritanniens war bereits bei der Ankunft klar, dass wir hier die richtige Wahl getroffen hatten.
Nachdem das Wohnmobil aufgebaut war und endlich alles an seinem Platz stand, zog es uns noch einmal hinaus zum Loch Lomond. Nach dem langen Fahrtag genoss Scotty den Spaziergang sichtlich. Während die Abendsonne über dem Wasser stand, spiegelten sich die umliegenden Hügel und Wälder auf der nahezu ruhigen Oberfläche des Sees.
Loch Lomond ist mit seinen zahlreichen Inseln einer der bekanntesten Seen Schottlands und markiert zugleich die Grenze zwischen den Lowlands und den Highlands. Genau hier hatten wir zum ersten Mal das Gefühl, wirklich in Schottland angekommen zu sein.
Zurück am Wohnmobil ließen wir den Tag ganz entspannt ausklingen. In der Pfanne brutzelte Fleisch, dazu gab es Kartoffeln und eine kräftige Steaksoße. Nach den vielen Kilometern des Tages schmeckte das Abendessen unter freiem Himmel gleich doppelt so gut.
Der vorerst letzte lange Fahrtag lag hinter uns. Vor uns liegen nun die ersten echten Schottlandtage.
Gefahrene Strecke: 482km
Aktuelle Position: